Wir über uns & Geschichte des VDOB
Mit 2010 hat nicht nur ein neues Jahr begonnen. Auch bei der Verbandsarbeit wollen wir neue Wege beschreiten. So wählte der Vorstand Ende 2009 mit Olaf Maruhn einen neuen Geschäftsstellenleiter. Ebenfalls wurde Herr Ulrich Mehlmann, Ministerialdirigent a. d. des Ministeriums für Infrastruktur und Raumordnung des Landes Brandenburg, für die Arbeit im erweiterten Vorstand gewonnen. Gemeinsam mit dem Vorstand wollen Sie die Verbandsarbeit mit neuen Aktivitäten vorantreiben. Um die Nähe zu Mitgliedern des Verbandes zu intensivieren werden am 1.März 2010 neue Geschäftsräume in der Landeshauptstadt Potsdam bezogen. Die Mitglieder möchten hier bitte Probleme und Anregungen vortragen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem BDO soll die Arbeit des Verbandes stärken, sodass das Interesse an einer Mitgliedschaft im VDOB wächst und die Zahl der Mitglieder ausgebaut wird.
Mit der Gründung des Verbandes der privaten Omnibusunternehmer (VdpO) am 16.12.1989 in Lehnin schufen Vertreter von 72 Omnibusbetrieben der 5 neuen Bundesländer nach der Wiedervereinigung Deutschlands hier den ersten Arbeitgeberverband des privaten Omnibusgewerbes in Ostdeutschland.
Zwei Jahre später, am 27.09.1992 wurde in Teupitz auf Beschluß der Mitgliederversammlung der VdpO aufgelöst und der Verband der Omnibusunternehmer des Landes Brandenburg gegründet. Damit war für die neuen Länder der Zustand hergestellt, dass jedes Bundesland der Bundesrepublik Deutschland einen eigenen Arbeitgeberverband für das Verkehrsgewerbe bzw. die Omnibusunternehmer hat. Wichtig war es uns auch, nicht nur für private Omnibusunternehmer sondern für alle mittelständischen Personenverkehrsunternehmen und deren Freunde offen zu sein.
Die Mitgliederliste wies am 03.10.1992 insgesamt 33 Mitgliedsunternehmen aus.
Die ersten Schritte des neuen Verbandes wurden mitgelenkt durch die Zusammenarbeit mit dem Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) e.V. Dieser stand auch Pate bei der Erarbeitung der Satzung des VDOB. Die erste Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 09.02.1994 beim Amtsgericht Senftenberg.
Aber man verstand es auch schon in den Anfangsjahren, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. In den darauffolgenden Jahren bereisten die Mitgliedsunternehmen unter Organisation des Verbandes und gesponsert durch Paketreiseanbieter, Bushersteller, Fährunternehmen u.a. viele europäische Länder und Deutschland, um neue Events oder die Werke der Hersteller kennenzulernen.
Heute haben diese Informationstouren einen festen Platz im Verbandsleben. Dankenswerter Weise geben sich die Sponsoren in hervorragender Weise große Mühe, um diese Fahrten zu einem Erlebnis werden zu lassen. Die Beliebtheit der Info-Reisen steigt von Jahr zu Jahr. Zu erkennen ist diese Entwicklung sehr leicht an der steigenden Teilnehmerzahl.
Am 07. April 1993 Herr Dr.Rolf Uhlmann aus Oranienburg zum neuen Geschäftsführer berufen und die Geschäftsstelle nach Oranienburg verlegt. Eine Neueintragung in das Vereinsregister wurde beantragt. Die Vorstellungen des Verbandes und die des Herrn Dr.Uhlmann zu den Aufgaben eines Geschäftsführers gingen bis Juli 1995 so weit auseinander, dass der Verband fast daran zerbrach. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung trennten wir uns von Herrn Dr. Uhlmann.
Die Geschäftsstelle wurde vorübergehend in das Unternehmen Sdunek nach Tempelfelde verlegt. Die Verbandsarbeit wurde hier von den Mitarbeitern des Unternehmens so gut es ging mitgeleistet. Es wurde ein Steuerbüro damit beauftragt, die Abrechnungen für den Verband zu übernehmen. Am 06. Mai 1996 wurde eine Mitarbeiterin für die Geschäftsstelle eingestellt mit der Aussicht, bei Eignung als Geschäftsführerin berufen zu werden. Frau Barbara Sell konnte den Anforderungen genügen und wurde auf der Jahrestagung im November 1996 in Kienbaum als Geschäftsführerin bestätigt. Frau Barbara Sell verließ zum 31.12.2002 den Verband und Frau Gudrun Kohlschmidt übernahm das Aufgabengebiet.
Ganz allmählich konnte nun mit vereinter Kraft Ordnung in die Unterlagen, Rechnungen und Mitgliederkartei gebracht werden. Regelmäßig wurden die Mitglieder wieder über die Rundschreiben mit den neuesten Nachrichten versorgt. Das erste Rundschreiben war am 26.11.1992 an die Mitglieder ergangen. Die Geschäftsstelle in Tempelfelde wurde auch durch die Eintragungen ins Vereinsregister festgeschrieben. Notwendige Satzungsänderungen wurden vorgenommen und der Vorstand auf 5 Mitglieder reduziert.
In den folgenden Jahren wurde die Verbandsarbeit kontinuierlich verbessert und erweitert. Die Kontakte zu den Mitgliedern wurden oft auch durch persönliche Gespräche, Unterstützungen durch Vorstand und Geschäftsleitung bei Aussprachen in Ämtern und Institutionen, regelmäßigen Vorstandssitzungen und Informations- und Schulungsveranstaltungen enger.
Durch die Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V., den damit einhergehenden Kontakten zu anderen Landesverbänden und die Mitarbeit in verschiedenen Gremien des Bundesverbandes stärkten wir unsere Positionen auch auf gesamtdeutschem Gebiet. Im Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg haben der Vorstand und die Geschäftsführung Sitz und Stimme in den Anhörungen und Diskussionen zu den Problemen der Personenverkehrsunternehmer.
Für den VDOB war es in allen Jahren seines Bestehens eine der wichtigsten Aufgaben, den privaten Omnibusunternehmen, die bei den kommunalen Verkehrsbetrieben als Subunternehmer die Linien bedienten, bei der Erarbeitung und den Abschlüssen fairer Subunternehmerverträge Hilfe und Unterstützung zu geben. In den Subunternehmerverträgen fanden und finden sich mitunter noch heute solche Festlegunen, die diese Verträge zu Knebelverträge degradieren. Nicht selten wurden Festlegungen zugestimmt, um nur den Vertrag selbst zu bekommen, ohne an spätere Auswirkungen zu denken.
Für die Busunternehmen in Deutschland gilt die Politik der kleinen Schritte
Eine starke Lobby, wie sie für den Flugverkehr oder die Deutsche Bahn in der Regierung existieren haben wir nicht als Rückenstärkung bei der Durchsetzung unserer Belange. Die Busunternehmer in Deutschland müssen weiterhin mit einer Sprache sprechen, in einer Sprache ihre Forderungen formulieren und im zukünftigen europäischen Wettbewerb mit Zusammenhalt um ihren Marktanteil kämpfen.
Für die Unterstützungen in unserer Verbandsarbeit danken alle Mitgliedsunternehmen, der Vorstand und die Geschäftsführung allen Unternehmen oder Personen und hoffen auf weitere gemeinsame Tätigkeit zum gegenseitigen Wohl.

