Bericht über die Informationsreise des VdOB vom 7.- 11. April 2019 nach Wien

Schönes Wetter, alle vollzählig an Bord und die Reiseverpflegung für die lange Fahrt gut verstaut, ging es pünktlich los in Richtung Wien. Zuerst mit Stefan Behrendt und danach mit Stefan Pehle am Steuer haben wir die Fahrt bei Sonnenschein in unserem komfortablen Setra S516HDH sehr genossen.

Nach einigen Zwischenstopps hatten wir gegen 19:00 Uhr Wien erreicht. Das erste beeindruckende Bauwerk das wir auf der Fahrt zum Hotel zu Gesicht  bekamen war eine Müllverbrennungsanlage!?. Aber nicht irgendeine, sondern ein architektonisch und farblich beeindruckender  Hundertwasser – Bau, mit hoch aufragendem Schornstein und goldener Kugel, die in der Abendsonne leuchtete. Was für ein schöner Empfang in Wien…

Nach dem Einchecken, gemeinsamen Abendessen und noch einem kurzen Besuch an der Hotelbar war für die meisten Ruhe angesagt, denn am nächsten Morgen ging es gleich zum Betriebshof der Firma Dr. Richard.

Dort wurden wir von Dr. Richard persönlich empfangen. In einer Präsentation stellten er und sein Technischer Leiter, Herr Strasser, das Unternehmen vor, das mit ca. 1000 Bussen an 12 Standorten in Österreich, der Schweiz und Deutschland, größtes privates Busunternehmen im deutschsprachigem Raum ist. Die Firmenzentrale mitten in Wien platzt bereits aus allen Nähten und soll in der Wiener Seestadt an der U2 mit ca. 50.000 qm neu aufgebaut werden. Damit verbunden soll gleichzeitig der technische Wandel für klimafreundliches Fahren Einzug halten. Digitalisierung, Elektrobusse, Fahren mit Wasserstoff und autonomes Fahren sollen vorangetrieben werden.  Für die Wasserstoffbetankung der Busse soll der Wasserstoff am neuen Standort selbst hergestellt  werden. Wie alle andern Unternehmer hat auch Dr. Richard akute Personalprobleme, die durch die Konkurrenz aus Südosteuropa (Lohnkosten, Personal- und Sozialstandarts) noch verstärkt werden.

Ab Mittag ging es weiter mit einer sehr informativen, 3-stündigen Stadtrundfahrt mit Ausstieg am Schloss Bellevue.

Nachdem wir in einer kurzen Kaffeepause einen weiteren Teil des leckeren Kuchens von Frau Riese verspeist hatten, ging es gleich weiter Richtung Schloss Schönbrunn.

Die kaiserliche Sommerresidenz wurde nach dem Vorbild von Versailles errichtet und ist von einem weitläufigen Park umgeben. Im Rahmen einer Audio-Guide-Führung haben wir uns das prächtige Schoss angesehen. Danach konnten wir noch den Ostermarkt auf dem Vorplatz des Schlosses besuchen, ein kleines Ostergeschenk kaufen oder einfach nur einen Kaffee oder eine andere typische österreichische Leckerei genießen.

Der Abend war geprägt von der „Jagd“  auf ein gutes Schnitzel-Restaurant, wo wohl keiner eine Enttäuschung erlebt hat…

Tag drei unserer Fahrt stand voll im Zeichen der Erkundung der Stadt Wien. Auftakt war ein 3-Stündiger Stadtrundgang in der Wiener Innenstadt. Unser Stadtführer Helmut hat uns nicht nur mit viel interessanten Informationen, sondern auch mit einer großen Portion Wiener Charme die Stadt Wien nahe gebracht. Uns allen wurde klar, daß die „Schatztruhe“ Wien nicht in 3 Stunden zu erkunden ist.

Pflastermüde endete unser Stadtrundgang im renommierten Cafe Central, wo uns eine Kaffeetafel nebst der legendären Wiener Sachertorte erwartete. Die Begeisterung über die Sachertorte hielt sich bei den meisten jedoch in Grenzen…

Nachdem die Kräfte etwas aufgetankt waren, konnte am Nachmittag jeder auf eigene Faust die Stadt weiter erkunden.

Den Abend nutzten einige  zum Besuch  eines Strauß-Mozart-Konzerts im Wiener Kursalon (nach deren Aussage übrigens sehr empfehlenswert) und der Rest der Gruppe traf sich zum Abendessen im „Schnitzelrestaurant“ um die Ecke.

Am letzten Tag unserer Reise ging es ins Umland von Wien, in die Wachau. In Begleitung unserer charmanten Reisleiterin Maria war die erste Station das Stift Melk. Nach einer Führung und einem kurzen Besuch des Gottesdienstes in der Schlosskirche fuhren wir dann immer entlang der Donau nach Krems-Angern zum Marillenhof Aufreiter.

Dort erwartete uns bereits die Familie Aufreiter um uns ihr Unternehmen vorzustellen und uns mit leckeren Kostproben ihres Sortiments an Produkten von Konfitüre, Likör, Wein, Saft etc. zu verwöhnen. Von Wein und Likör gut gelaunt nahmen wir dann im Restaurant unsere vorab bestellten köstlichen Marillen-Menüs ein. Danach hatten wir die Möglichkeit im Hofladen einige Produkte zu kaufen. Besonders beliebt war der Wein, der ein willkommenes Mitbringsel für die bevorstehenden Ostertage war.

Auf dem Heimweg machten wir noch einen Abstecher  in die mittelalterliche Stadt Krems. Im Rahmen eines kleinen Stadtrundganges erfuhren wir von unserer Reiseleiterin Maria interessante und kuriose Geschichten.

Voll mit Eindrücken von der Stadt, seinen charmanten Bewohnern und der schönen Umgebung von Wien traten wir am nächsten Morgen die Heimreise an.

Wir waren uns alle einig, daß Wien nicht nur eine Reise wert ist…

Für die schöne, erlebnisreiche Infotour gilt unser besonderer Dank:

– dem Hauptsponsor, Wolfgang Momber von der Omnibuskompetenz Berlin GmbH
– dem bewährten Partner GEFA Bank, der auch dieses Mal maßgeblich an der
  Vorbereitung der hervorragenden Bordverpflegung beteiligt war
– Frau Pohl von Wörlitz Tourist für die Reiseplanung
– unserem Fahrer, Stefan Pehle (AC Busreisen Potsdam) und seinen beiden „Helfern“
  Stefan Behrendt und Peter Nieder,
– sowie Jörg Wollgast, der uns als EvoBus-Vertreter die
  gesamte Fahrt über begleitete.