Bericht über die 28. Jahrestagung des Verbandes der Omnibusunternehmen des Landes Brandenburg e.V.

Bericht über die 28. Jahrestagung des Verbandes der  Omnibusunternehmen des Landes Brandenburg e.V.  (VdOB) am 5.11. 2021 im Hotel VAN DER VALK in 15827 Blankenfelde-Mahlow

   

Nach einem Jahr Corona bedingter Pause konnten wir in diesem Jahr unsere 28. Jahrestagung, wenn auch unter strengen Hygieneregeln, wieder durchführen. Die hohe Anzahl an Teilnehmern zeigte, dass sich alle gefreut haben wieder einmal zusammen zu kommen um sich auszutauschen.

Unser umfangreiches Tagungsprogramm begann im internen Teil mit der Wahl des neuen Vorstandes des VdOB.

Alle Kandidaten, die sich der Wahl gestellt hatten wurden einstimmig mit großer Mehrheit gewählt:

Und das sind die Mitglieder des neuen Vorstandes:

1. Vorsitzende
Ivonne Behrendt
Buteo Behrendt
(Kloster Lehnin)
2. Vorsitzender
Sebastian Opitz
Wörlitz Tourist
(Berlin)
Mitglieder
Ricarda Nickol
AC Busreisen
(Potsdam)
Edgon Barthel
LCSB
(Berlin)
Matthias Luban
Busreisen Palm
(Halbe)

Während des anschließenden Ausstellungsrundgangs konnten sich der neue Vorstand und die Gäste mit den Vertretenen von mehr als 20 Firmen bekannt machen und zahlreiche Gespräche führen.

Nach Eröffnung der Tagung und Begrüßung der Verbandsmitglieder und Gäste wurde in den Grußworten des Minsteriums für Infrasruktur und Landesplanung, Herrn Egbert Neumann und der Hauptgeschäftsführerin des BdO, Frau Christiane Leonard, schwerpunktmäßig über die durch Corona bedingten Schäden und Einschnitte für die Branche und welche Hilfen inzwischen ergriffen wurden, berichtet.

Durch die vom BdO mit initiierte Bus-Demo am 17.6.2020 in Berlin, an der 1300 Busse teilgenommen haben, wurde u.a. erreicht, dass vom Bund 170 Mio.€ in einem Sonderprogramm zusätzlich für die Reisebusbranche bereitgestellt wurden.

Das MIL stellte 70 Mio. € für die Brandenburger Unternehmen als Abfederung bereit um den ÖPNV und den Schülerverkehr aufrecht zu erhalten.

Derzeit steht vieles auf dem Prüfstand. So sollen neue Strategien entwickelt werden wie z.B. eine Rahmenordnung für den Klimaschutz und ein Brandenburger Mobilitätsgesetz.

Vom Bundeswirtschaftsministerium wurde der absolute Niedergang bei den Busreisen durch die Coronahilfen I bis III abgefedert. Allerdings war die Antragstellung so bürokratisch und kompliziert dass die Mittel nicht in vollem Umfang abgerufen wurden.

Für die Zukunftsthemen wie alternative Antriebe, Entwicklung synthetischer Kraftstoffe u.ä. sind erhebliche finanzielle Mittel erforderlich.

Wenn 2035 nur noch CO2-neutrale Fahrzeuge zugelassen werden sollen, muss auch den Busbetreibern für den Einsatz innovativer Fahrzeuge eine spürbare finanzielle Unterstützung gegeben werden.

Der Mangel an Fahrpersonal hat sich mit der Coronakrise noch zugespitzt. Deshalb muss die Ausbildung und Gewinnung von Fahrern durch Abbau von bürokratischen Hürden beschleunigt werden.

Wie eine nachhaltige Verkehrswende mit klimafreundlichen Antriebssystemen erreicht werden kann haben Torsten Marek von der BVG Berlin und Hans-Jürgen Hennig von der Regiobus PM GmbH dargelegt. So hat der Einsatz von Elektrobussen in Berlin deutlich zugenommen und ein weiterer Zuwachs auf über 150 Busse ist geplant. Im Bereich von Regiobus PM GmbH wurde der Einsatz teilsynthetischer Kraftstoffe in Bussen erprobt. Im Ergebnis gab es wenig Störungen, eine positive Energiebilanz und geringere Betriebsgeräusche.

Um in den nächsten Jahren die CO2-Emission drastisch zu senken, werden weitere praxistaugliche Übergangslösungen erforderlich sein.

Deshalb steht die gesamte Busbranche vor großen Herausforderungen um ihren Anteil an der Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung zu leisten.

Zum Ausklang unserer Tagung haben wir den Abend cronabedingt mit einem kleinen Büffet im Foyer ausklingen lassen um noch einmal allen Teilnehmern Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen zu geben.