Bericht von der 26. Jahrestagung des Verbandes der Busunternehmen des Landes Brandenburg e.V.

26. Jahrestagung des Verbandes der Omnibusunternehmen des Landes Brandenburg e.V. (VdOB) am 2.11. 2018 im Hotel VAN DER VALK in 15827 Blankenfelde-Mahlow

Schönes Herbstwetter und hohe Teilnehmerzahlen von Mitgliedern, Ausstellern und Gästen sorgten für gute Stimmung zur  diesjährigen Mitgliederversammlung des VdOB.

Dem Bus gehört die Zukunft. Das war die zentrale Aussage aller Beteiligten an unserer Jahrestagung. Denn die hervorragende Umweltbilanz der Busse im  öffentlichen Verkehr wird zukünftig dazu führen, daß mehr und mehr in den flächendeckenden ÖPNV investiert werden muss um den Autoverkehr auf unseren Straßen zu reduzieren.

Deshalb war die Teilnahme von Ministerin Kathrin Schneider und BDO-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard an unserer Jahrestagung von großer Bedeutung.

Sie vermittelten Ihre aktuellen Positionen zur weiteren Entwicklung der Branche, ohne die zurzeit bestehenden Probleme auszuklammern.

        

Der Bedarf an öffentlicher Mobilität wird aufgrund der demografischen Entwicklung immer umfangreicher. Deshalb geht es zukünftig nicht zuletzt um die Entwicklung nachhaltiger Lösungen, die optimale Mobilität garantieren. Dazu sollen laut Mobilitätsstrategie des Landes Brandenburg die Verkehrsstränge vom Berliner Umland in die Regionen erweitert werden. Die Landesförderung der Plus-Bus-Systeme ist laut Ministerin Schneider ein wichtiges Element dabei.

Um das Busfahren noch attraktiver zu machen, forderte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Genilke die Herstellung der Barrierefreiheit in den Bussen finanziell zu unterstützen, WLAN in den Bussen bereitzustellen und zur Sicherung des fließenden Verkehrs das Baustellenmanagement erheblich zu verbessern.

Die von der EU avisierte Einführung der Busmaut schränkt die Mobilität der Reisenden wegen höherer Kosten ein, sagte Christiane Leonard, Hauptgeschäftsführerin des BdO. Deshalb sollten die Länder dazu ihr Veto einreichen. Um den akuten Mangel an Busfahrern entgegenzuwirken forderte sie, das Einsatzalter  junger, ausgebildeter Busfahrer herabzusetzen. Der Einsatz erst ab dem 24. Lebensjahr ist nicht begründbar.

Zudem muss die Bürokratie der EU, die Millionen Reisenden und Verkehrsunternehmen das Leben schwer macht, deutlich abgebaut werden.

Mit der Präsentationen der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH und  der Messe Berlin zur Veranstaltung BUS2BUS schloss das Vormittagsprogramm der Tagung.

Der Nachmittag war mit interessanten Fachvorträgen wie die des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG)  zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Busunternehmen, der Haftpflichtgemeinschaft Deutscher Nahverkehrs- und Versorgungsunternehmen (HDNA) zum Thema des unterschiedlichen Haftungsrechtes in den europäischen Ländern und der  HJS Emission Technology GmbH (HJS) zum Thema Umrüstung von Dieselfahrzeugen mit Bundesförderung gewidmet.

Zur praxisnahen Thematik dieser Vorträge gab es von den Teilnehmern viele Fragen und eine rege Diskussion.

Am Rande der Jahrestagung haben 5 Bushersteller und weitere 25 branchenrelevante Firmen und Einrichtungen ihre neuesten Produkte präsentiert  und sich mit den anwesenden Busunternehmern und Gästen ausgetauscht.

Die Abendveranstaltung nach Abschluss der Tagung war wie immer das Highlight des Mitgliedertreffens und bot neben unterhaltsamen Beiträgen auch viel Raum für regen Austausch zwischen Mitgliedern und Gästen.

Abschließend noch einmal herzlichen Dank an alle, die durch ihre unterschiedlichste Unterstützung die Veranstaltung ermöglicht haben.

 

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